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Wenn die Erbschaftssteuer-Initiative angenommen wird...

Am 14. Juni stimmt das Schweizervolk über die Erbschaftssteuerinitiative ab. Diese will rückwirkend auf den 1. Januar 2012 Erbschaften und Schenkungen mit 20 % besteuern, wobei ein einmaliger Freibetrag von 2 Millionen gewährt ist. Die Initianten nehmen also jene Steuerpflichtigen mit Wohnsitz in der Schweiz ins Visier, die besonders reich sind.

Für mich ist sonnenklar, was passiert, wenn dieses Volksbegehren angenommen wird. Dann wird ein beträchtlicher Teil der Betroffenen ihren Wohnsitz an steuergünstige Orte im Ausland verlegen. Und weil niemand weiss, wie lang er lebt, erfolgt der Exodus bereits Jahre vor Erreichung der durchschnittlichen Lebenserwartung. Dadurch verliert der schweizerische Fiskus von diesen „Steuerflüchtlingen“ schon ein paar Jahre vor ihrem Tod sämtliche Einkommens- und Vermögenssteuern und bei der Erbschaftssteuer wird er dann erst recht das Nachsehen haben. Die meisten Länder kennen nämlich keine Erbschaftssteuern.

Als Geprellte sehen sich dann in erster Linie jene KMU-Eigentümer, die kaum von der internationalen Wohnsitzmobilität Gebrauch machen wollen oder können, so lange sie aktiv die Unternehmensleitung ausüben. Das aber ist ein Anschlag auf die rund 250‘000 Familienunternehmen, die das Rückgrat der schweizerischen Volkswirtschaft bilden. Die Initiative entpuppt sich als ein Eigentor sondergleichen!

von Nationalrat Maximilian Reimann, Gipf-Oberfrick