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Kernaussagen zur Problematik Autofahren über 70

Ich verlangte wiederholt von BR Leuthard, der Vorsteherin des zuständigen Departements UVEK:das aktuelle System zur Verlängerung des Führerscheines über 70 darf nicht unnötig verschärft und verbürokratisiert werden; das aktuelle Hausarzt-System ist ok.

a) im ganzen Land sind bei der Verlängerung des Fahrausweises 70+ die gleichen Massstäbe anzuwenden; der Aargau beispielsweise ist seit dem tödlichen Unfall von Brugg 2008 zu streng.

b) schweizerische Lenker dürfen i.S. Zulassung gegenüber ausländischen Lenkern auf CH-Strassen nicht diskriminiert werden; Deutschland kennt m.W. gar kein entsprechendes Kontrollsystem.

c) Sollte die deutsche Studie zutreffen, wonach unkontrollierte deutsche Senioren-Autofahrer weniger Unfälle verursachen als geprüfte CH-Lenker, dann könnte man ja auch in der CH getrost auf solche Alters-Checks verzichten! Allerdings zweifle ich die Richtigkeit dieser Studie an, auch wenn sie in der TV-Sendung „10 vor 10“ belobigt worden ist.

Zutreffend ist, dass Jung-Lenker im Schnitt mehr Unfälle verursachen als Senioren. Das deshalb, weil Senioren zunehmend mit Vorsicht fahren!

Wann ist einem Senioren, der 50/60 Jahre lang unfallfrei gefahren ist, der Fahrausweis zu entziehen? Dazu meine ich: Entweder merkt es der Senior selber, oder sein Hausarzt bzw. der zugezogene Amtsarzt kommen zu dieser Beurteilung.

Im Zweifelsfall soll ein Fahrtest bei einem erfahrenen Fahrlehrer vorgenommen werden.

Soll es eingeschränkte Fahrausweise für Senioren geben? Ganz klar ja, um ihre Mobilität wahren zu können, insbesondere auf dem Land ohne ausgebauten öffentlichen Verkehr.

Die Einschränkung kann sich auf den Wohnort, auf die angrenzende Region auf Haupt- und Nebenstrassen ohne Autobahn und/oder auf die Tageszeit beziehen.

Das wäre ein echtes Entgegenkommen an noch relativ rüstige Senioren!

Nationalrat Maximilian Reimann

31.10.2014