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Zur Knallerei rund um Silvester und 1. August

Mit Knallerei meine ich natürlich nicht die prächtigen Feuerwerke grösseren oder kleineren Stils, auch nicht die landläufig üblichen Leuchtraketen, sondern die rücksichtslose Knallerei mit billiger Krachware, die zunehmend auch bei sog. Risiko-Fussballspielen zum Einsatz kommt. Schon viele Leute – vor allem vorgerückten Alters – haben sich diesbezüglich an mich gewandt, auf dass politisch dagegen etwas unternommen wird.

Nun steht im Kanton Aargau am 8. März die Volksinitiative „zum Schutz von Menschen, Tieren und Umwelt vor privaten Feuerwerken“ zur Abstimmung an, die genau diesem Treiben ein Ende setzen möchte. Ich werde sie ablehnen, denn sie ist zu rigoros formuliert, schiesst entsprechend übers Ziel hinaus und brächte eine weitere Bevormundung, zumindest für das Aargauer Volk. Aber richtig ist, dass dieses leidige Thema mal öffentlich zur Debatte steht. Es darf nicht sein, dass immer mehr Leute Veranstaltungen im Freien wie am Nationalfeiertag, zum Jahreswechsel oder in Sportstadien meiden, nur weil sie nicht mehr von ein paar unbelehrbaren Trotteln erschreckt worden wollen. Tierfreunden geht es genau gleich.

Wir haben es hier effektiv mit einem öffentlichen Ärgernis zu tun, jedenfalls während ein paar Zeiträumen pro Jahr. Die Chancen auf Annahme der Initiative sind intakt. Auf dem geheimen Abstimmungszettel lässt man seiner Meinung schliesslich freien Lauf. Aber es wäre ein Armutszeugnis, müsste der Souverän quasi mit dem Vorschlagshammer der Rücksichtslosigkeit einzelner weniger Lärmbolde den Riegel schieben. Sinnvoller wäre es, mittels Regionalpolizei vermehrt durchzugreifen und so die übelsten Täter still zu legen.

Maximilian Reimann, Nationalrat SVP, Gipf-Oberfrick

13.01.2015