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Falschbehauptung im Sommerloch

Offenbar sind auch renommierte Journalisten wie Beat Kirchhofer von den Tücken der Sommerlöcher nicht gefeit. So schreibt er wider besseres Wissen und ohne mich kontaktiert zu haben, was an sich Journalistenpflicht entsprechen würde, ich sei wie Luzi Stamm auf die Wahlen von 2019 hin „von der SVP ebenfalls in den Ruhestand verabschiedet“ worden. Das Gegenteil trifft zu. Die SVP hatte mit allen Mitteln versucht, mich auf ihrer NR-Liste zu behalten, als sie gewahr wurde, dass das Projekt einer Aargauer Seniorenliste namens TEAM65+ zu reifen begann. Auf eine weitere Kandidatur auf der SVP-Liste hatte ich im Herbst 2017 aus zwei Gründen freiwillig verzichtet. Erstens wollte ich nach langer Amtszeit in Bern meinen Platz jüngeren Jahrgängen abgeben. Und zweitens erklärte ich von allem Anfang an, dass ich mir vorbehalten würde, für die Senioren-Generation erneut in den Wahlkampf zu ziehen. Diese ist nämlich im Nationalrat massiv untervertreten und gerade der Nationalrat sollte als eidgenössische Volkskammer doch ziemlich das Spiegelbild unserer Gesellschaft abgeben.

Als dann auch noch die SVP Aargau die sog. Altersguillotine eingeführt hatte, was zwar ihr gutes Recht ist, bei der älteren Generation aber als echt diskriminierend empfunden wird, waren für mich die Würfel gefallen. Ich engagierte mich an vorderster Front, zusammen mit Robert Hilty aus Rombach und Peter Haudenschild aus Brugg, für die Schaffung einer partei- und ideologieunabhängigen Aargauer Seniorenliste. Mit der kompetenten und schlagkräftigen 16-er Liste von TEAM65+, vier Frauen und vier Männer jeweils kumuliert, kämpfen wir nun dafür, dass auch ältere Jahrgänge aus dem Aargau künftig in Bern präsent sind. Auf den Listen der etablierten Parteien im Aargau ist die älteste Kandidatin mit Wahlchance eben 62 geworden. Die Jahrgänge darüber, rund 25% der Wahlberechtigten, sind ihnen offenbar egal. Dass aber auch solche Jahrgänge in der Politik etwas bewirken können, beweist die Tatsache, dass seit dem 1. Januar 2019 Senioren-Autofahrer erst mit 75, also 5 Jahre später als bis anhin, den Verkehrsmediziner aufsuchen müssen, um auf eigene Kosten notabene den Nachweis zu erbringen, sie seien noch tauglich fürs Lenkrad!

Maximilian Reimann, Nationalrat, TEAM65+, Gipf-Oberfrick