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Maximilian Reimann will Klarheit im "Zahlensalat" um Senioren-Verkehrsunfälle

Medienmitteilung vom 4. Mai 2015

Der gestrige, sehr tendenziöse Artikel in der Sonntagspresse, über Verkehrsunfälle von Senioren, wirft in Seniorenkreisen hohe Wellen. Nationalrat Maximilian Reimann reicht deshalb heute Nachmittag einen Vorstoss zur Klärung des angerichteten „Zahlensalates“ ein.

In der SonntagsZeitung vom 3. Mai 2015 wird in einem mit "Senioren-Unfälle erreichen Rekordhoch" betitelten Artikel ausgeführt: "Im letzten Jahr verursachten betagte Autofahrer 4'500 Unfälle. Sie führten zu 413 Schwerverletzten und 45 Toten. Das zeigt eine Auswertung von 210'000 Unfällen." Da auch das Bundesamt für Strassen (ASTRA) im Artikel zu Wort kommt, ist davon auszugehen, dass es über das entsprechende statistische Zahlenmaterial verfügt, zumindest ab dem im erwähnten Artikel zum Ausgangspunkt genommenen Jahr 2011.

Kaum nachvollziehbar ist das im Artikel erwähnte Verhältnis von insgesamt 210'000 ausgewerteten Unfällen zu 4'500 Unfällen mit betagten Verursachern im letzten Jahr. Deshalb bittet Maximilian Reimann den Bundesrat um Aufklärung über diesen "Zahlensalat", d.h. um Einblick ins amtliche Zahlenmaterial unter Beantwortung folgender konkreter Fragen (wenn möglich gesondert nach Jahresstatistiken von 2011, 2012, 2013 und 2014):

  1. Wie viele Strassenverkehrsunfälle ereigneten sich seit 2011 jährlich in der Schweiz und wie viele Tote und Verletzte hatten sie zur Folge?
  2. Wie viele dieser Unfälle wurden verursacht von Lenkern der Alterskategorie 70 - 80 Jahre, wie viele von über 80-Jährigen, wie viele von unter 25-Jährigen?
  3. Welcher Anteil an dieser Unfallstatistik wurde verursacht durch Lenker mit Wohnsitz im Ausland?
  4. Um wie viele Prozente hat das Strassenverkehrsvolumen in der Schweiz seit 2011 zugenommen?
  5. Wie viele kantonale Führerausweise sind ausgegeben und wie viele davon entfallen auf die Alterskategorien der unter 25-Jährigen, der 70 - 80-Jährigen sowie der über 80-Jährigen?

Nationalrat Maximilian Reimann