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SVP-Vertreter als Horchposten in den SRG-Verwaltungsrat

„Schweiz am Sonntag“ machte eben publik, dass der SRG-Verwaltungsrat klar von der CVP beherrscht wird. Nicht weniger als vier ehemalige Politiker und Spitzenbeamte dieser 12 Prozent-Bundespartei haben, zusammen mit dem ihnen hörigen BDP-Mann Lauri, also das Sagen in der mit Abstand mächtigsten Medienanstalt der Schweiz.

Die SVP mit einem Wähler- und somit auch einem SRG-Konsumenten-Anteil von 27 Prozent ist im höchsten SRG-Gremium ausgeschlossen. Der Bundesrat ist kompetent, das zu ändern. Zwei SRG-Verwaltungsräte werden nämlich von ihm bestimmt.

Ich gehörte während vielen Jahren dem Regionalrat von Radio und Fernsehen DRS an, gewählt vom Bundesrat auf Vorschlag von SP-Mann Moritz Leuenberger. Natürlich herrschte auch an der DRS-Spitze Mitte/Links-Clanwirtschaft und Klüngelei. Aber ich sass drin, bekam alles mit und akzentuierte mich durch viele kritische Fragen.

Erwartungsgemäss brachte ich nie eigene Anträge durch, aber als Horch- und Beobachtungsposten wurde ich zumindest „gefürchtet“. Mit einem Vertreter im obersten SRG-Gremium könnte die SVP der selbstherrlichen Landesmedienanstalt das „Fürchten“ noch verstärkt beibringen. Sie hat es dringend nötig!

von Maximilian Reimann, ehemaliger Regionalrat DRS und Nationalrat
22.06.2015