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Das Tessin nicht „links“ liegen lassen!

Aus freundeidgenössischer Rücksicht auf den Kanton Tessin befürworte ich als Aargauer entschieden den Bau einer zweiten Röhre für den privaten Verkehr durch den Gotthard. Ein Nein, wie es die politische Linke propagiert, würde nämlich für drei Jahre die totale Schliessung des Strassentunnels durch den Gotthard bedeuten. Der Autoverkehr müsste umständlich auf die Bahn verladen werden oder hätte zeitaufwändige Umwege in Kauf zu nehmen.

Nein, werte Miteidgenossen, so darf das Tessiner Volk im 21. Jahrhundert nicht „links“ liegen gelassen werden. Föderalismus heisst Rücksicht auf Minderheiten im Land nehmen. Und die Tessiner pochen nun einmal mit überwiegender Mehrheit und völlig zu Recht auf eine direkte, ganzjährige Strassenverbindung mit der deutschen Schweiz. Die zweite Röhre kommt uns auf 2,8 Milliarden Franken zu stehen. Sie schafft solide, klare und sichere Verhältnisse. Eine Sanierung ohne 2. Röhre kostet uns samt Investitionen für den Bahnverlad auch gegen 2 Milliarden. Einige 100 Millionen wären aber für Provisorien und damit letztlich für die Katz! Abschliessend noch ein anderer Zahlenvergleich: Für die Entwicklungshilfe gibt die Schweiz jährlich 3 Milliarden aus, weitere anderthalb Milliarden kommen für die Bewältigung des Migrationschaos hinzu. Dagegen jammert kaum jemand im rot-grünen Lager. Aber die freundeidgenössische Sanierung am Gotthard, finanziell verteilbar auf viele Jahre, das ist ihnen zu teuer. Ein kurioses Schweizerbild bei unseren Linken!   

Leserbrief vom 9. Februar 2016

von Nationalrat Maximilian Reimann, Gipf-Oberfrick